Groß Zicker 


im Mönchgut auf Rügen

Fotografie by Jens Eckstein

Sanfte Hügelketten als Halbinsel zwischen dem Meer und dem Bodden, weite und flache Salzwiesen sowie dichte Schilfgürtel an ruhigen Buchten, breite Sandstrände und aufragende Steilufer, prächtiger Buchenwald und harzduftende Kiefernheide – so zeigt sich Ihnen das Mönchgut ! Die ungewöhnliche Halbinsel im Südosten von Rügen gilt nicht nur als die vielfältigste Landschaft der größten Insel Deutschlands, sonder auch als etwas einmaliges an den Ufern rund um das mare balticum.

Herzlich Willkommen in Groß Zicker,

einem malerisch gelegenen alten Fischerdorf auf der Halbinsel Mönchgut. Groß Zicker war einst ein traditionelles Bauern- und Fischerdorf. Heute schmücken viele schöne, alte, sanierte Häuser die weitgehend ursprünglich erhaltene Dorfstraße. Am Ende des Ortes finden Sie mit den Zickerschen Bergen ein Kleinod Mönchguts. Unter Aufsicht und mit Hilfe des Biosphärenreservates Südostrügen wird versucht, die einzigartige Flora zu erhalten. Vom kleinen idyllischen Hafen können Sie über den Wanderweg am Bodden bis hin zum Höft und dem „Nonnenloch“, einem Ufervorsprung, der „Swantegard“ oder die heilige Gegen genannt wird, spazieren und die einzigartige Natur genießen. Der große weiße Sandstrand ist mit dem Fahrrad in 8 Minuten zuerreichen bzw. nur 4 Autominuten entfernt. Einkaufsmöglichkeiten im Ort und in den nahe gelegenen Ostseebädern Thiessow, Göhren, Baabe und Sellin haben für Sie geöffnet. Restaurants sorgen im Ort für unvergessliche Gaumenfreuden.

Die Gemeinde Gager mit dem Ortsteil Groß Zicker auf dem Mönchgut im Südostzipfel Rügens liegt an der Südküste der Hagensche Wiek und an der Nordküste des Zickers See,  dabei handelt es sich um zwei Buchten im Nordosten des Greifswalder Boddens. Zur Gemeinde gehört Groß Zicker (an der Südseite der sogenannten Zickerschen Alpen). Diese bis 66 Meter hohen, trockenen Hügel sind Teil des Biosphärenreservat Süd-Ost Rügen und werden mit Schafen bewirtschaftet.

Der Ort war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen und danach des Herzogtums Pommern. Mit demWestfälischen Frieden von 1648 geriet Rügen und somit auch der Ort Gager zu Schwedisch-Pommern. Im Jahr 1815 kam die Gemeinde und Vorpommern zur preußischen Provinz Pommern. Seit 1818 gehörte Gager zum Kreis bzw. Landkreis Rügen. Nur in den Jahren von 1952 bis 1955 war es dem Kreis Putbus zugehörig.

Aufgrund der reichlich ausgebauten neuen Fahrradwege ist der Fahrspaß auf dem Radel garantiert und vielseitig möglich.


Sehenswürdigkeiten

Pfarrwitwenhaus

1718 verstarb der Pfarrer von Groß Zicker, Johannes Cadow. Nach der damals üblichen Praxis hätte eigentlich ein lediger Pfarrer als Nachfolger eingesetzt werden müssen, der die Witwe des Vorgängers heiraten sollte, um deren Versorgung zu sichern. Im Zuges des großen nordischen Krieges war zu dieser zeit Rügen von Dänemark besetzt. Der Dänische König Friedrich IV. lehnte diese Vorgehensweise ab. Es wurde ein Pfarrer eingesetzt und der Bau eines Wohnhauses zur Versorgung der Pfarrwitwe angeordnet. So entstand im Jahr 1719 das Pfarrwitwenhaus. Bis 1810 wurde es von Pfarrwitwen bewohnt. Ab 1811 diente es als Schulgebäude und Wohnung für den Lehrer, bis das Dorf 1830 ein eigenes Schulgebäude bekam. Heute ist das Haus in Kirchenbesitz  und wird als Museum genutzt.

Älteste Kirche auf Mönchgut

Die Dorfkirche in Groß Zicker ist das älteste Gebäude auf Mönchgut. Sie wurde um 1400 errichtet, nachdem das Kloster Eledena 1360 das „Land Zicker“ erworben hatte. Der Innenraum mit dem fünfseitigen, kreuzrippengewölbten Chor und dem flach gedeckten Schiff hat im Westlichen bis heute seine ursprüngliche Gestalt bewahrt. Zu dem ältesten Ausstattungsstücken gehören die Altarmensa, der Sakramentsschrein und eine der Glocken. letztere – übrigens – eine der ältesten auf Rügen – trägt den im Mittelalter traditionell üblichen Glockenspruch: „o rex glorie christe“ – Christus, der König der herrlichkeit, komme in Frieden.

Im Verlauf der Jahrhunderte ist der Ausstattung der Kirche manches hinzugefügt worden. Bis heute erhalten ist die barocke Kanzel von 1653, der Taufstein des Steinmetzmeisters Puppe von 1859, die Orgel der Firma Grüneberg (Stettin)von 1864 und die Sonnenuhr an der Südseite der Kirche vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Bemerkenswert ist das einige Stücke der Kirche in einer besonderen Beziehung zur Seefahrt stehen. Da sind zum einen die kleine bunte Fensterscheibe aus der zeit um 1600, die vermutlich von Seefahrernmitgebracht wurde. Zum zweiten auch der Radleuchter im Kirchenschiff, er wurde 1868 von den Thiessower lotsen für die Kirche gestiftet.

Die Kirche ist von Ostern bis Ende Oktober täglich geöffnet. Im Sommer sind jeden Donnerstag Konzerte und Veranstaltungen.

Bakenberg

Eine Wanderung über die „Zickerschen Alpen“ lohnt! Sie haben einen fantastischen Ausblick vom Bakenberg, der sich in den Zickerschen  Alpen zwischen Gager und Groß Zicker befindet über die ganze Halbinsel Mönchgut, sogar bis zur Insel Vilm, die vor Lauterbach, dem Hafenviertel von Putbus, liegt. Die Wanderweg esind alle ausgeschildert und leicht erkennbar.